Über 110 Jahre DAMC 05

Wilde Zeiten, Feuerstühle und ihre Fahrer

Der Club ist einer der ältesten Vereine von Motorsportlern in Deutschland.

 

Er entstand am 10. November 1905 aus dem Zusammenschluss des am 27. Mai gegründeten Düsseldorfer Motorrad Clubs und der ebenfalls jungen Düsseldorfer Motorradfahrer-Vereinigung.

 

Vor dem Ersten Weltkrieg führte der Club motorsportliche Veranstaltungen wie die damals üblichen Zuverlässigkeitsfahrten durch. Später fanden in Düsseldorf die größten Motorrad-Bahnrennen statt. Vor allem die Vereins­mit­glieder Ralph Roese, Jupp Müller und Itz Rosenbaum errangen mehrere Siege auf deutschen Rennstrecken. Müller war zweimaliger Deutscher Meister aller Kategorien. Aber auch Motorrad- und Automobilrennfahrer Heinz Kürten, Alfred Noll, Toni Ulmen und Kurt C. Volkhart erreichten einen Bekanntheitsgrad über den Motorsportclub hinaus.

 

Nach dem Ersten Weltkrieg stellten die Eifelrennen und die „Deutsche Tourist-Trophäe“ in Nideggen die größten Ereignisse dar, bei denen Fahrer des Clubs starteten.

 

Hier wurde der Grundstein zum heutigen Nürburgring gelegt, der dann tatsächlich am 18./19 Juni 1927 mit dem ADAC Eifelrennen eröffnet wurde. Nachweislich waren gut ein Dutzend Mitglieder des Düsseldorfer Clubs als Funktionäre oder als Teilnehmer am Start. 2011 schloss sich der Kreis, der DAMC 05 übernahm wieder die Organisation des ADAC Eifelrennen...

 

Auch im Fahrzeugbau wurde Vereinsgeschichte geschrieben. Unser Clubkammerad Kurt C. Volkhart war der erste Fahrer eines raketengetriebenen Fahrzeugs, rund sechs Wochen vor der von Fritz von Opel durchgeführten Präsentation auf der AVUS.

OPEL-Rennbahn April 1928. Clubmitglied Kurt C. Volkhart im RAK 1 kurz vor der ersten Testfahrt

Volkhart arbeitete in den 1920er als Ingenieur und Testfahrer für die OPEL AG, und pilotierte am 11. April 1928 den ersten rollfähigen Prototypen OPEL RAK1 auf der OPEL-Rennbahn in Rüsselsheim, angetrieben durch die reine Kraft der Raketentreibsätze. Später trennten sich die Wege und Volkhart konstruierte eigene Raketenautos. 

 

Nach dem Krieg machte Volkart nochmal als Konstrukteur des V2 Sagitta von sich reden, der 1947 gebaute Prototyp hatte einen rekordverdächtigen Luftwiderstandsbeiwert (cW) von 0,217. Leider ging der schnittige Sportwagen nie in Serie.

 

25-jähriges Jubiläumsfeier in der „alten Tonhalle˝ an der heutigen Schadowstrasse (1930)

Schwere Zeiten, Selbstauflösung und Neuanfang

1934 löste sich der Club vor der drohenden Gleichschaltung selbst auf. Viele Mitglieder verloren im Krieg ihr Leben, aber auch viele blieben in der schwierigen Zeit in Kontakt.

 

Besonders den Mut und die Freundschaft zweier Düsseldorfer Originale und Clubkammeraden möchten wir in Erinnerung behalten, Isaak Rosenbaum und Otto Eickler. „Öttes˝ versteckte in der NS-Zeit seinen jüdischen Freund „Itz˝ vor den Nazi-Schergen. Beide überlebten den Krieg und erlebten den Neustart Deutschlands und des DAMC 05 und den wieder auflebenen Sport.

 

1946, bereits ein Jahr nach dem Ende des Krieges gründeten die alten Mitglieder Hermann Schlessmann, Toni Ulmen, Josef Jacobs, Werner Seidel, Jules Köther, Erich Hebmüller, Itz Rosenbaum und Heinz Müller den neuen Verein unter dem Namen Düsseldorfer Automobil- und Motorsport-Club 05 (ADAC).

Mercedes-Fahrer/-Rennleiter Karl Kling

1948 gründeten der DAMC 05 gemeinsam mit dem Kölner Club für Motorsport und den Bergischen Motorclub den ADAC Nordrhein.

 

In den 1950er kamen viele bedeutende Motorsportler wie der Formel-1-Fahrer und spätere Mercedes-Rennleiter Karl Kling zum DAMC 05.

Toni Ulmen wurde vier Mal deutscher Meister und startete beim Großen Preis der Schweiz und von Deutschland. Die beiden, auch schon vor dem Weltkrieg sehr erfolgreichen Clubmitglieder Ralph Roese und Heinz Müller starteten bis zu ihrem tödlichen Unfall für das BMW/Veritas-Werksteam.

Helmut Temme im Go-Kart

In den 1960er kamen aus Amerika die Go-Karts, der Vorläufer der heutigen Karts nach Deutschland. Der DAMC 05 erkannte schnell den Reiz und den Wert dieser neuen Einsteigerklasse und engagierte sich  früh in der Szene. Der Club veranstaltete für den ADAC den ersten Weltmeisterschaftslauf im Rheinstadion, und ein junges aufsteigendes Talent, Gerd Holtkamp wurde später mehrfacher Meister in diversen Klassen.

 

Kurt Bosch, der Ziehvater von Gerd Holtkamp, wurde in der Zeit ADAC-Sportleiter und OMK-Präsident und der deutsche Repräsentant im Motorradweltverband FIM. 

 

1970 zeichnete sich im DAMC 05 ein Generationswechsel ab, die „jungen Mitglieder“ organisierten die ersten ONS-Veranstaltungen, die mit einem Automobilslalom im April 1970 auf dem Parkplatz des Rheinstadions begannen. Nach mehreren Slalomveranstaltungen in den folgenden Jahren wurde am 5. September 1976 das erste Bergrennen auf der Südschleife des Nürburgrings zusammen mit dem PSV und dem MSC Jan Wellem organisiert. 1977 veranstaltete der DAMC 05 am Ring den ersten Jan Wellem Bergpreis. 1978 wurde dann aus dem Bergpreis die erste Veranstaltung mit dem Titel Jan-Wellem-Pokal. In den 1980er fuhren hier Freunde des Clubs mit ihren historischen Fahrzeuge ein paar Runden, daraus entwickelte sich die Idee, den Jan-Wellem-Pokal zu einer Oldtimer-Veranstaltung zu wandeln. 

Plakat des ersten Oldtimer Festival 1983

Während des Neubaus der Grand-Prix-Strecke fand 1983 auf der Nordschleife des Nürburgrings das erste Oldtimer Festival statt, bei dem nicht nur Wagen, sondern auch Motorräder und Seitenwagen­gespanne starteten. Seit 1984 findet die Veranstaltung auf der neu errichtenten Grand-Prix-Strecke statt und wurde zu einer Drei-Tages-Veranstaltung mit rund 800 Teilnehmern aus mehr als ein Dutzend Nationen ausgebaut.

 

Nicht nur auf dem Nürburgring, sondern auch auf der Straße war der Club organisatorisch erfolgreich. Anlässlich der Bundes­gartenschau in Düsseldorf fand 1987 die BUGA-Rallye mit historischen Fahrzeugen von Düsseldorf zum Oldtimer Festival statt. Zur 700-Jahr-Feier Düsseldorfs wurde 1988 die Jubiläums-Oldtimer-Rallye ausgerichtet.

2010 veranstaltete der DAMC 05 dann nach einem Jahr Pause das 27. Internationale Oldtimer Festival um den Jan-Wellem-Pokal auf dem Nürburgring, wie immer mit historischen Automobilen, Motorrädern und Gespannen.

 

Anfang 2011 übernahm der DAMC 05 die Organisation des ADAC Eifelrennens und führte beide Veranstaltungskonzepte zum ADAC-Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal zusammen.

Bei dem ADAC Eifelrennen um den Jan-Wellem-Pokal waren erstmals seit den 1970er-Jahren wieder Automobile, Motorräder und Gespanne beim Eifelrennen am Start. Bei den Automobilen gehörten der Kampf der Zwerge, bei den Motorrädern die Gespanne zu den Publikumslieblingen.

 

Nachdem im Januar 2014 die Nutzungsrechte des Titels ADAC Eifelrennen ausliefen, benannte der DAMC 05 die Veranstaltung in Historic Trophy Nürburgring um, und feierte gerade mal fünf Monate später eine erfolgreiche Premiere unter dem neuen Namen.

 

Mit dem Namen ist auch eine Neuausrichtung eingeleitet worden, die sich sowohl im Gesamtkonzept, der in der Aussendarstellung und den jüngeren Fahrzeugklassen wiederspiegelt.

 

2015 startete wieder die Deutsche Historische Motorradmeisterschaft bei der Historic Trophy Nürburgring. Die Gesamtsieger der Seitenwagenklassen wurden mit der neuen Fritz-Jürgen-Hahn-Trophäe geehrt. Der DAMC 05 widmet diesen Preis unserem langjährigen, im Januar 2015 verstorbenen Clubmitglied Fritz-Jürgen Hahn. 

 

Gegenwart

Zum 90-jährigen Jubiläum des Nürburgrings 2017 hieß es „Start frei!” für eine neue frische Veranstaltung. Das Motorsport-Meeting an historischer Stelle....hier atmet die bekannteste Rennstrecke der Welt viel Geschichte.
Nach dem Erfolg der 2017er Veranstaltung sollten Sie sich schon mal den Termin 2018 vormerken!
„15.-17 Juni 2018 - Nürburgring Classic” - get ready!

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Postfach  110 122
D-40501 Düsseldorf

Clublokal

Restaurant Mezzomar
in der Classic Remise

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40591 Düsseldorf

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